Das Konzept

Wir versuchen, in unserer täglichen Arbeit feinfühlig auf die einzelnen Persönlichkeiten einzugehen. Die Kinder haben im Kinderladen, im Vergleich zu vielen Regeleinrichtungen, wesentlich mehr Freiräume und andere Regeln und Sanktionen.

Die Regeln, die sowohl für die Kinder als auch die Bezugspersonen bestehen, werden mit den Kindern gemeinsam erstellt. So sind wir in einem demokratischen Verhältnis mit den Kindern und die Kinder erfahren ihre Selbstwirksamkeit und werden in Ihrem Selbstbewusstsein gestärkt.

Allen Beteiligten ist es wichtig, dass die Kinder Spaß haben und gerne in den Kinderladen gehen und dabei auch lernen, mit Konfliktsituationen und Gefahren im alltäglichen Leben umzugehen. Die Bezugspersonen sehen sich als Sprachrohr der Kinder, wenn es um die Umsetzung elterlicher pädagogischer Wünsche geht. Sie sind die Vermittler zwischen elterlichem Idealismus und kindlicher Träume und Phantasien und haben den Auftrag, möglichst beides in die Tat umzusetzen. Das heißt, den Kindern Freiräume zu schaffen, in denen sie ihrer Phantasie freien Lauf geben können, aber auch den Blick auf die Realität nicht zu verlieren und die Kinder auf die Schulzeit vorzubereiten.

So versteht sich der Kinderladen als ein Ort, um

  • das Interesse der Kinder an ihren Mitmenschen, an deren Belangen und an ihrer Umwelt ganz allgemein zu fördern,
  • die Kinder beim Knüpfen von Freundschaften zu unterstützen,
  • den Kindern behilflich zu sein, die eigenen Grenzen und die der anderen zu erkennen, sie zu akzeptieren, zu respektieren und zu tolerieren,
  • die natürliche Neugier, sowie die Lust der Kinder am Lernen und Forschen für deren Persönlichkeitsentwicklung zu nutzen,
  • Kindern zu ermöglichen, mit alltäglichen Gefahren umgehen zu lernen.

Die Eltern haben weitgehende Mitbestimmungsmöglichkeiten und die Chance, auch am Alltag im Kinderladen aktiv teilzunehmen. Als Elternteil bekommt man sehr viel von dem mit, was das Kind erlebt und auch wie es sich entwickelt. Es findet ständig eine Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Vorstellungen und Erwartungen an Erziehung statt. Nicht zuletzt entstehen durch den Kinderladen neue private Kontakte, so dass auch viel Spaß und Geselligkeit ihren Platz haben.

Die vergleichsweise intensive Elternmitarbeit bietet eine große Chance. Sie ermöglicht es, die Kinder nicht einfach in einem Kindergarten abzugeben und abzuholen, sondern den Kinderladen mitzugestalten. Dies bedeutet auch den Blick über das eigene Kind hinaus, auf die ganze Kindergruppe, zu weiten. Das Ganze kann nur funktionieren, wenn alle -Bezugspersonen und Eltern- an einem Strang ziehen und sich auf gemeinsame Ziele einigen können.

Die Kinder sollen nicht den ehrgeizigen Erwartungen der Eltern zum Opfer fallen. Vielmehr sollen die Kinder in einer Entwicklung unterstützt werden, die sie zu selbständigen, selbstbewussten, starken, doch gleichzeitig auch sensiblen, toleranten und hilfsbereiten Persönlichkeiten heranwachsen lässt.

Ein großer Vorteil des Kinderladens ist die überschaubare Gruppengröße mit einem sehr guten Personalschlüssel ( durchschnittlich 3 Betreuer für 16 Kinder). Das flexible pädagogische Konzept und der persönliche, individuelle Rahmen bieten dem einzelnen Kind gute Voraussetzungen zur Entfaltung und zum Lernen in der Gruppe.

Das ausführliche Konzept zum herunterladen gibt es HIER


Konzept